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Wettbewerbe und Meisterschaften
Die sportliche Herausforderung beim Segelflug kann der Streckenflug oder der Kunstflug sein. In beiden Disziplinen gibt es Wettbewerbe und Meisterschaften auf nationaler und Internationaler Ebene, bis hin zu Weltmeisterschaften.
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Bei Streckenflugwettbewerben und Meisterschaften im Segelflug geht es darum, eine von der Wettbewerbsleitung ausgeschriebene Strecke mit dem Segelflugzeug zu fliegen. Je schneller die Strecke geflogen wird, desto mehr Punkte bekommt ein Pilot. Die Punkte mehrerer Tage werden aufaddiert, und am Ende gibt es dann eine Wertung. Meistens werden Strecken um zwei Wendepunkte geflogen, so dass der Flugverlauf einem Dreieck entspricht. Um zu beweisen dass ein Pilot einen Wendepunkt umrundet hat, muß er ein Foto machen, oder er benutzt ein Beurkundungssystem, das auf der Satellitennavigation basiert. Diese Systeme nutzen Satelliten, um in regelmäßigen Abständen die Position zu bestimmen und zu speichern.
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Nach der Landung kann die Wettbewerbsleitung den Flugverlauf dann auslesen und die Umrundung überprüfen. Um nachzuweisen daß man nicht zwischendurch gelandet ist, schreibt ein Barograph standig die Flughöhe mit. Diese Funktion kann auch in dem satellitenbasierten System integriert sein. Um die Leistungsunterschiede der verschiedenen Flugzeugtypen auszugleichen, finden zentrale Meisterschaften in verschiedenen Klassen statt. Jedes Segelflugzeug kann anhand seiner Bauart in eine dieser Klassen eingeordnet werden.
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In der offenen Klasse fliegen die Segelflugzeuge, die keiner bauartlichen Beschränkung unterliegen. Sie verfügen meistens über Wölbklappen und eine große Spannweite. Die 18 m Klasse ist für Flugzeuge, die nur einer Beschränkung der Spannweite auf 18 m unterliegen. Ansonsten sind sie ähnlich wie die Flugzeuge der offenen Klasse. Das gleiche gilt für die Rennklasse, bei der die Beschränkung in einer Spannweite von maximal 15 m liegt. Bei der Standardklasse ist die Spannweite auf 15 m beschränkt, und Profilverändernde Einrichtungen (z. B. Wölbklappen) sind nicht erlaubt. Die Clubklasse beheimatet die Flugzeuge der älteren Generation, die in den vorgenannten Klassen nicht mehr wettbewerbsfähig sind. Schließlich gibt es auch noch eine Doppelsitzerklasse. Bei Wettbewerben und in der Club- und Doppelsitzerklasse wird die Flugleistung zusätzlich noch anhand eines Indexes bei der Punktevergabe berücksichtigt. Jedes Segelflugzeug hat einen solchen Index, der umso höher ist, je besser das Flugzeug ist.
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Die Kunst des Streckensegelfluges besteht darin, das Wetter richtig beurteilen zu können und die daraus gezogenen Schlüsse sicher in die Tat umzusetzen. Wo ist die beste Thermik zu erwarten? Wie schnell fliege ich zum nächsten Bart? Welchen Weg nehme ich dorthin? Wettereinschätzung, fliegerisches Können und taktische Überlegungen sind meistens viel wichtiger, als die Flugleistung des Flugzeugs.
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In den letzten Jahren hat sich in der Segelflugszene einiges bewegt. Durch die Weiterentwicklung der GPS Technologie in Form von GNSS Loggern und den Möglichkeiten des World Wide Web ist es einfacher denn je, an dezentralen Segelflugwettbewerben teilzunehmen.
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Die älteste und bekannteste Form ist die dezentrale Deutsche Meisterschaft im Streckensegelflug (DMSt). Für jeden im Segelflug zurückgelegten Kilometer gibt es einen Punkt und für angemeldete Strecken oder besondere Formen wie das FAI- Dreieck gibt es zusätzlich Sonderpunkte. Ob jemand ein gutes oder schlechtes Flugzeug hat, wird auch durch einen entsprechenden Index berücksichtigt und so faire Bedingungen bereitgestellt. Dabei spielt es keine Rolle von welchem Startort in Deutschland der Pilot startet.Seit einigen Jahren existiert ein weiterer dezentraler Wettbewerb, bei dem alle Flüge per GPS-Logger aufgezeichnet werden müssen und anschliessend von den Piloten auf einen Internet Server hochgeladen werden. Der Server nimmt dann die Wertung vor, stellt den Flugweg und Barogramm graphisch dar und erstellt automatisch eine Rangliste der teilnehmenden Piloten.
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Auch Spezial Wettbewerbe der einzelnen Segelflugzeugklassen oder der Deutschland Pokal sind bei den Piloten stark nachgefragt. In unserer Region am Niederrhein veranstalten die Flugplätze Grefrath- Niershorst und Krefeld- Egelsberg jährlich im Mai den Kappes- Wettbewerb, der für viele junge Vereinspiloten der Einstieg in den Streckenflug ist. Die neueste Entwicklung ist die Etablierung einer Segelflug Bundesliga. In einer ersten und zweiten Liga treten die Vereine aus ganz Deutschland an. Das Ziel dabei ist eine möglichst hohe Schnittgeschwindigkeit über ein zweieinhalbstündiges Wetterfenster zu fliegen. Teilnehmen können bis zu drei Piloten je Verein an den zu Saisonanfang bekanntgebenden Wochenenden, auch “Runden” genannt.
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Der von der Zeitschrift Aerokurier unterstützte Online Contest (OLC) ist bei den Segelfliegern sehr beliebt. Er ermöglicht heutzutage über eine Formulareingabe oder direktem Upload aus Flugauswertungsprogrammen wie Strepla oder SeeYou eine Flugmeldung bei dem OLC und gleichzeitig der DMSt.
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Besonderes Augenmerk verdient jedoch unsere Vereinsmeisterschaft (VMSt), Mitmachen kann hier jeder Vereinspilot und zu gewinnen gibt es neben einem Wanderpokal tolle Sachpreise!
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Kunstflugwettbewerbe und Meisterschaften
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Mit Segelflugzeugen kann man fast alle Kunstflugfiguren fliegen, die man mit einem Motorflugzeug auch fliegen kann. Der Unterschied zum Motorflug besteht darin, dass man die nötige Geschwindigkeit für die Figuren allein aus der Flughöhe beziehen muss, und nicht aus der Motorleistung.
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Bevor man Kunstflug machen darf, muss erst die Kunstflugberechtigung erworben werden. Dazu besucht man einen Lehrgang, der mit einer Prüfung abschließt. Die Kunstflugberechtigung wird dann in das Beiblatt zum Luftfahrerschein eingetragen. Außerdem muss das Flugzeug für Kunstflug zugelassen sein. Einige Flugzeuge eignen sich besser, andere weniger gut zum Kunstflug.
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Moderne Kunstflugzeuge haben eine relativ geringe Spannweite und große Ruder, damit sie wendig sind. Außerdem besitzen sie eine besonders hohe Festigkeit.
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Auf Kunstflugwettbewerben werden die Segelflugzeuge von einem Schleppflugzeug auf eine Höhe von 1200 m über Grund in eine Kunstflugbox geschleppt. Diese Höhe muss dann ausreichen, um das komplette Kunstflugprogramm zu fliegen. Die Box ist ein Luftraum von 1000 m Länge und Breite, und 1000 m Höhe. Das Programm besteht aus mehreren, aufeinanderfolgenden Kunstflugfiguren und darf nur in dieser Box geflogen werden. Verläßt man die Box, so bedeutet das Punktabzug. Für jede Figur gibt es eine maximale Punktzahl, und je nachdem wie gut eine Figur geflogen wurde, verteilt eine Jury die Punkte.
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Auf einem Wettbewerb müssen verschiedene Programme in mehreren Durchgängen geflogen werden. In der "Bekannten Pflicht", wird ein Programm geflogen, das von den Piloten ausgiebig trainiert werden konnte. Weiterhin gibt es einige "unbekannte Pflichten", die erst während des Wettbewerbs bekanntgegeben werden, und die vorher nicht geübt werden dürfen. Die unbekannten Pflichten wechseln sich ab mit Durchgängen, in denen die Piloten jeweils die von ihnen selbst zusammengestellte und entsprechend geübte "Kür" fliegen. Die Punkte der verschiedenen Durchgänge werden aufsummiert und entscheiden am Ende des Wettbewerbs über die Rangliste.
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