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Cockpit - Instrumentenkunde eines Discus Segelflugzeuges

Auf dieser Seite haben Sie die Gelegenheit in ein Segelflug-Cockpit hinein zuschauen und sich mt den Instrumenten und ihrer Funktionsweise vertraut machen. Das Bild unten zeigt Ihnen das Cockpit unseres Einsitzers Discus “1X” aus der Sicht des Piloten. Die wichtigsten Anzeigen und Bedienelemente sind farblich mit Nummern markiert und unter der Abbildung erklärt.

Blick ins Discus Cockpit

1 Höhenmesser

hoehenmesser

Der Höhenmesser zeigt die durch den aktuellen Luftdruck ermittelte Höhe in Metern an. Im Prinzip ist der Höhenmesser nichts anderes als ein Luftdruckmeßgerät, das den aktuellen gemessenen Luftdruck auf einer Skala in Meter (bzw. Fuß) anzeigt. Vor dem Start wird das Instrument entweder auf “Null” (QFE) oder auf die Höhe über Meeresniveau (QNH) als Bezugsfläche eingestellt.

2 Fahrtmesser

fahrtmesser

Der Fahrtmesser zeigt die Geschwindigkeit des Flugzeuges im Verhältnis der umgebenden Luftmasse an. Dies geschieht durch eine Messung des “Fahrtwinds”, welcher als Staudruck im Instrument auf einer Skala in Kilometer pro Stunde (km/h) angezeigt wird. Da ein Flugzeug (im Gegensatz zum Auto) keinen Bodenkontakt hat, kann der Fahrtmesser jedoch keine Auskunft über die tatsächliche Geschwindigkeit über Grund geben. Nur bei absoluter Windstille entspricht somit die angezeigte Geschwindigkeit der Fortbewegung des Flugzeuges über Grund.

3 Variometer

vario

Das Variometer zeigt das momentane Steigen oder Sinken des Segelflugzeuges an und ist somit für den Segelflieger besonders wichtig. Das Variometer reagiert auf kleinste Veränderungen des Luftdrucks (verursacht durch Steigen oder SInken des Flugzeuges) und zeigt die daraus resultierende Vertikalbewegung auf einer Instrumentenskala in Meter pro Sekunde  (m/s) an. Mittels eines elektronischen Variometers (E-Vario) ist es möglich die Steig- bzw. Sinkgeschwindigkeit akustisch als Piepton auszugeben. Somit wird der Piloten entlastet und hat mehr Zeit für die wichtige Luftraumbeobachtung.

4 Magnetkompass

kompass

Der Kompass dient dem Piloten als Navigationshilfe und zeigt den Flugkurs in Relation zum magnetischen Nordpol an. Durch die besondere Bauart und Lagerung kann es jedoch beim Kurvenflug zu sogenannten Kompassdrehfehlern kommen, die der Pilot kennen muß. Entsprechend wird eine Kurve früher oder später beendet werden, da der Kompass vor- bzw. nachdreht.
In der Flugpraxis wird mittels Kompass und spezieller  Luftfahrtkarte (z.B. ICAO-Karte), aber auch mit GPS-Unterstützung navigiert.

5 Funkgerät

funk

Mit dem Funkgerät bleib der Pilot ständig im Kontakt zum Tower bzw. zu den anderen Flugzeugen. In der fortgeschrittenen Schulung ist der Flugschüler bereits alleine mit dem Flugzeug unterwegs, steht über Funk jedoch mit dem Fluglehrer in Verbindung.

6  Steuerknüppel

steuerknueppel

Der Steuerknüppel und die Fußpedale sind die wichtigsten Bedienelemente in einem Segelflugzeug. Mit dem Steuerknüppel steuert der Pilot das Höhen- und Querruder. Mit den Fußpedalen wird das Seitenruder bewegt.
Dadurch kann der Pilot das Flugzeug um alle drei Achsen (Hoch-, Längs- und Querachse) dreidimensional im Raum steuern. Die Ruderflächen werden dabei über Lenkgestänge bzw. über Ruderseile direkt mechanisch angesteuert.

7  Luftbremsen

Bild folgt in Kürze

Mit den Luftbremsen (oder auch Bremsklappen) steuert der Pilot den Gleitwinkel eines Segelflugzeuges. Diese werden senkrecht zur Luftströmung aus der Oberseite der Tragfläche ausgefahren. Dadurch wird der Luftwiderstand erhöht und zugleich der erzeugte Strömungsauftrieb reduziert. Das Segelflugzeug sinkt somit schneller.
Falls durch den Einsatz der Luftbremsen der neue Gleitwinkel zu groß ist, können die Bremsklappen jederzeit wieder ein Stück eingefahren werden.

8  Wollfaden

faden

Der von außen auf die Haube angebrachte Faden ist zwar das kostengünstigste aller Instrumente zur Flugüberwachung, deswegen aber nicht minder wichtig. Mit dem Faden kann der Pilot kontrollieren, aus welcher Richtung das Flugzeug von der Luft angestörmt wird, d.h. erkennen ob er geradeaus fliegt oder “schiebt”.
Idealerweise sollte der Faden immer genau mittig auf der Haube anliegen, denn dann wird das Segelflugzeug genau von vorne angeströmt und der Luftwiderstand ist am geringsten.
 


 

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